Naanbrot aus der Pfanne
Weich, luftig und mit typischen dunklen Blasen – dieses Naan gelingt ganz ohne Tandoor direkt in einer heißen Pfanne.
Schnelle Antwort
Für weiches Naanbrot knetest du Mehl, Hefe, Joghurt, Öl und lauwarmes Wasser zu einem weichen Teig, lässt ihn 60 bis 90 Minuten gehen, rollst acht dünne Fladen aus und bäckst sie ohne Öl in einer sehr heißen Pfanne jeweils nur wenige Minuten. Direkt danach mit Butter oder Ghee bestreichen und abgedeckt stapeln.
Ein gutes Naanbrot aus der Pfanne braucht keinen Tandoor und auch keinen komplizierten Teig. Mit wenigen Grundzutaten, einer heißen Pfanne und etwas Ruhe entsteht ein weiches, leicht elastisches Fladenbrot mit typischen dunklen Blasen und einer zarten, buttrigen Oberfläche. Dieses Rezept ist für den Alltag gedacht: Der Teig lässt sich einfach von Hand kneten, die einzelnen Fladen brauchen nur wenige Minuten in der Pfanne und das Brot passt zu Currys, Suppen, Salaten, Dips und vielen anderen Gerichten.
Das Wichtigste beim Naan ist die Balance zwischen einem weichen Teig und genügend Struktur. Ist der Teig zu fest, wird das Brot trocken und dicht. Ist er zu weich und klebrig, lässt er sich schwer ausrollen. Mit Joghurt und etwas Öl bleibt der Teig geschmeidig, während Hefe für die luftige Struktur sorgt. Der Joghurt bringt zusätzlich eine dezente Säure, die sehr gut zu kräftigen Gewürzen und herzhaften Beilagen passt.
Warum Naan in der Pfanne so gut funktioniert
- Kein Tandoor und kein spezieller Ofen nötig.
- Weicher Teig mit Joghurt bleibt lange geschmeidig.
- Sehr heiße Pfanne erzeugt typische Blasen und Röstflecken.
- Nur wenige Minuten Backzeit pro Fladen.
- Teig lässt sich am Vortag vorbereiten.
- Ideal zu Curry, Dips, Suppen und Salaten.
Eine schwere Pfanne erreicht an ihrer Oberfläche eine intensive direkte Hitze. Genau diese Hitze sorgt dafür, dass sich Wasserdampf im Teig schnell ausdehnt und die charakteristischen Blasen bildet. Gleichzeitig bekommt die Unterseite dunkle geröstete Punkte, bevor der Fladen austrocknen kann. Eine Gusseisenpfanne ist ideal, aber auch eine schwere beschichtete Pfanne funktioniert, wenn sie für hohe Temperaturen geeignet ist.
Die Pfanne wird trocken erhitzt. Öl ist beim Backen nicht nötig und würde bei hoher Temperatur schnell rauchen. Butter oder Ghee kommen erst nach dem Backen auf das heiße Naan. Dadurch bleibt die Oberfläche weich und aromatisch, ohne fettig zu werden.
Zutaten für Naanbrot aus der Pfanne
Für den Teig
- 500 g Weizenmehl Type 550 oder Type 405
- 7 g Trockenhefe
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 150 g Naturjoghurt
- 2 EL neutrales Öl
- 220–240 ml lauwarmes Wasser
Zum Bestreichen
- 2–3 EL geschmolzene Butter oder Ghee
- optional 1 kleine Knoblauchzehe
- optional Petersilie oder Koriander
- optional Schwarzkümmel
Teiggefühl: Der Teig soll weich, elastisch und nur leicht klebrig sein. Gib zusätzliches Mehl nur sparsam dazu, sonst wird das Naan nach dem Backen trocken.
Welche Zutaten machen den Unterschied?
Weizenmehl
Type 550 gibt etwas mehr Struktur, Type 405 funktioniert ebenfalls. Zu viel zusätzliches Mehl macht den Teig unnötig fest.
Naturjoghurt
Joghurt hält den Teig weich und bringt eine feine Säure. Griechischer Joghurt braucht eventuell etwas mehr Wasser.
Hefe
Trockenhefe sorgt zuverlässig für eine lockere Struktur. Alternativ kannst du ungefähr 15 g frische Hefe verwenden.
Die richtige Teigkonsistenz
Nach acht bis zehn Minuten Kneten soll der Teig glatter werden und sich weitgehend von der Schüssel lösen. Er darf aber deutlich weicher sein als ein klassischer fester Brotteig. Wenn er trocken und straff wirkt, gib esslöffelweise Wasser dazu. Wenn er stark klebt, knete erst weiter, bevor du Mehl ergänzt. Oft entwickelt sich die Struktur erst nach einigen Minuten.
Nach dem Kneten braucht der Teig 60 bis 90 Minuten Ruhe. Er soll sichtbar größer und luftiger werden, muss sich aber nicht exakt verdoppeln. In einer kühlen Küche kann die Gehzeit länger dauern. Für mehr Aroma kannst du den Teig nach kurzer Anspringzeit über Nacht in den Kühlschrank stellen.
| Zutat | Funktion | Alternative |
|---|---|---|
| 500 g Weizenmehl | Struktur und Elastizität | Type 405 oder 550 |
| 150 g Joghurt | Weiche Krume und leichte Säure | Ungesüßter pflanzlicher Joghurt |
| 7 g Trockenhefe | Lockere, luftige Struktur | ca. 15 g frische Hefe |
| Butter oder Ghee | Weiche Oberfläche und Aroma | Neutrales Öl |
Naanbrot aus der Pfanne: Zubereitung Schritt für Schritt
Trockene Zutaten mischen
Gib Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel und vermische alles. Streue anschließend die Trockenhefe darüber.
Joghurt, Öl und Wasser einarbeiten
Füge Joghurt, Öl und zunächst etwa 220 ml lauwarmes Wasser hinzu. Verrühre alles, bis keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind.
Teig gründlich kneten
Knete den Teig acht bis zehn Minuten, bis er weich, glatt und elastisch ist. Bei Bedarf nur wenig zusätzliches Wasser oder Mehl verwenden.
Teig gehen lassen
Lege den Teig in eine leicht geölte Schüssel, decke ihn ab und lass ihn 60 bis 90 Minuten gehen, bis er deutlich luftiger ist.
In acht Portionen teilen
Gib den Teig auf eine leicht bemehlte Fläche, teile ihn in acht Stücke und forme lockere Kugeln.
Teiglinge entspannen lassen
Decke die Kugeln zehn Minuten ab. Dadurch entspannt sich das Gluten und die Fladen lassen sich leichter ausrollen.
Dünn ausrollen
Rolle jede Kugel oval oder leicht tropfenförmig auf ungefähr drei bis vier Millimeter Dicke aus. Verwende nur wenig Mehl.
Pfanne stark vorheizen
Erhitze eine schwere Pfanne ohne Fett mehrere Minuten. Sie muss sehr heiß sein, bevor der erste Fladen hineinkommt.
Naan kurz und kräftig backen
Backe den Fladen etwa 60 bis 90 Sekunden auf der ersten und 45 bis 75 Sekunden auf der zweiten Seite, bis dunkle Röstpunkte sichtbar sind.
Bestreichen und warm halten
Bestreiche das heiße Naan sofort mit Butter oder Ghee, staple die Fladen und decke sie mit einem sauberen Tuch ab.
Tipps für weiches, luftiges Naan
Der häufigste Fehler ist ein zu fester Teig. Wer beim Kneten zu viel Mehl ergänzt, erhält zwar einen leicht zu handhabenden Teig, aber später ein trockenes Brot. Besser ist ein weicher Teig, der nur leicht klebt. Auch die Pfannentemperatur ist entscheidend. Bei zu niedriger Hitze braucht das Naan länger, verliert mehr Feuchtigkeit und bekommt trotzdem kaum typische Röstflecken.
Beim Ausrollen sollte der Fladen nur drei bis vier Millimeter dick sein. Zu dicke Teigstücke bleiben in der Mitte kompakt, während zu dünne Fladen schnell trocken werden. Wenn sich der Teig immer wieder zusammenzieht, gib ihm zehn weitere Minuten Ruhe.
Knoblauch-Naan und weitere Varianten
Für Knoblauch-Naan verrührst du geschmolzene Butter mit einer kleinen fein geriebenen Knoblauchzehe und etwas gehackter Petersilie oder Koriander. Bestreiche die Fladen direkt nach dem Backen. Wenn du ein milderes Knoblaucharoma möchtest, erwärme den Knoblauch kurz in der Butter, statt ihn roh zu verwenden.
Für eine schnelle Version ohne Hefe kannst du die Hefe durch etwa zwei Teelöffel Backpulver ersetzen. Dann reicht eine Ruhezeit von ungefähr 20 bis 30 Minuten. Die Textur wird etwas weniger elastisch, aber die Methode ist praktisch, wenn du spontan Naan backen möchtest.
Eine Vollkorn-Variante gelingt, wenn du etwa ein Drittel des Mehls durch Weizenvollkornmehl ersetzt. Vollkorn bindet mehr Flüssigkeit, deshalb kann etwas zusätzliches Wasser nötig sein. Für veganes Naan verwendest du ungesüßten pflanzlichen Joghurt und Öl oder vegane Margarine statt Butter.
Was passt zu Naanbrot?
Naan passt hervorragend zu cremigen Currys, Linsengerichten und würzigen Saucen. Es eignet sich aber genauso gut zu Suppen, Ofengemüse, Salaten und Dips. Besonders praktisch ist seine weiche, elastische Struktur: Du kannst Stücke abreißen und damit Sauce aufnehmen oder den Fladen als Grundlage für ein unkompliziertes Pfannenbrot verwenden.
Sehr gut passen Joghurt-Dips, Hummus, Auberginen-Dips oder Kräuterquark. Für ein schnelles Abendessen kannst du Naan mit gebratenem Gemüse, Salat und einer Joghurtsauce füllen. Auch zu gegrilltem Fleisch oder Hähnchen ist es eine unkomplizierte Beilage.
Vorbereiten, Aufbewahren und Einfrieren
Der Teig lässt sich am Vorabend vorbereiten. Knete ihn wie beschrieben, lass ihn etwa 30 Minuten anspringen und stelle ihn dann abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Tag sollte er vor dem Portionieren 30 bis 45 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Die längere kalte Gare entwickelt zusätzliches Aroma.
Fertig gebackene Naanbrote kannst du einige Stunden im Voraus zubereiten. Staple sie nach dem Backen, decke sie mit einem Tuch ab und erwärme sie vor dem Servieren wenige Sekunden pro Seite in einer heißen Pfanne. Reste halten sich luftdicht verpackt ungefähr einen Tag bei Raumtemperatur oder zwei bis drei Tage im Kühlschrank.
Naan lässt sich sehr gut einfrieren. Lege zwischen die vollständig ausgekühlten Fladen Backpapier und friere sie in einem Beutel oder einer Dose ein. Zum Aufwärmen kommen sie gefroren oder leicht angetaut direkt in eine heiße Pfanne. Ein paar Tropfen Wasser helfen, wenn die Oberfläche nach dem Lagern trocken geworden ist.
So servierst du Naan besonders gut
Am besten kommt Naan direkt aus der Pfanne auf den Tisch. Die Fladen sind dann besonders weich, duften nach Butter und lassen sich leicht in Stücke reißen. Wenn du mehrere Brote nacheinander bäckst, stapelst du sie sofort unter einem sauberen Tuch. Dadurch bleibt etwas Dampf zwischen den Fladen und verhindert, dass die Oberfläche austrocknet.
Für ein Essen mit mehreren Komponenten kannst du die Brote halbieren oder vierteln und auf einer warmen Platte servieren. Knoblauchbutter, gehackte Kräuter oder etwas Schwarzkümmel kannst du erst unmittelbar vor dem Servieren ergänzen. So bleibt das Aroma frisch und die Oberfläche sieht appetitlich aus. Wenn Kinder mitessen, ist eine neutrale Butterversion oft die beste Basis; kräftigere Varianten kannst du separat bestreichen.
Auch bei der Portionsgröße bist du flexibel. Acht kleine Naanbrote eignen sich gut als Beilage für vier Personen. Möchtest du größere Fladen, teilst du den Teig nur in sechs Stücke. Dann verlängert sich die Backzeit pro Fladen nur leicht, entscheidend bleibt trotzdem die starke Hitze. Für ein Buffet sind kleinere Fladen praktischer, weil sie sich einfacher teilen und mit verschiedenen Dips kombinieren lassen.
Naanbrot aus der Pfanne
Weiche, luftige Fladen mit Joghurt, Hefe und typischen dunklen Röstflecken.
20 Min.Gehzeit
60–90 Min.Backen
ca. 15 Min.Menge
8 StückSchwierigkeit
Einfach
Zutaten
- 500 g Weizenmehl
- 7 g Trockenhefe
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 150 g Naturjoghurt
- 2 EL neutrales Öl
- 220–240 ml lauwarmes Wasser
- 2–3 EL Butter oder Ghee
Zubereitung
- Mehl, Zucker, Salz und Hefe mischen.
- Joghurt, Öl und Wasser einarbeiten.
- Teig 8–10 Minuten weich kneten.
- 60–90 Minuten abgedeckt gehen lassen.
- In acht Portionen teilen und rund formen.
- Teiglinge 10 Minuten entspannen lassen.
- Dünn oval ausrollen.
- Pfanne trocken und sehr heiß vorheizen.
- Fladen auf beiden Seiten kurz backen.
- Mit Butter bestreichen und abgedeckt warm halten.
Häufige Fragen zu Naanbrot aus der Pfanne
Kann ich Naan in einer beschichteten Pfanne backen?
Ja, wenn die Pfanne laut Hersteller für hohe Temperaturen geeignet ist. Eine schwere Pfanne speichert Hitze besser und erzeugt kräftigere Röstaromen.
Kann ich frische Hefe verwenden?
Ja. Ersetze 7 g Trockenhefe durch ungefähr 15 g frische Hefe und löse sie am besten im lauwarmen Wasser auf.
Welcher Joghurt eignet sich am besten?
Naturjoghurt mit etwa 3,5 Prozent Fett funktioniert sehr zuverlässig. Griechischer Joghurt geht ebenfalls, kann aber etwas mehr Wasser benötigen.
Muss ich die Pfanne einfetten?
Nein. Naan wird in einer trockenen, sehr heißen Pfanne gebacken. Butter oder Ghee kommen erst nach dem Backen auf die Oberfläche.
Wie halte ich mehrere Naanbrote warm?
Stapele die fertigen Fladen auf einem Teller und decke sie mit einem sauberen Küchentuch ab. Der eingeschlossene Dampf hält sie weich.
Kann ich Naan einfrieren?
Ja. Fertig gebackene und vollständig ausgekühlte Fladen lassen sich sehr gut einfrieren und später direkt in einer heißen Pfanne wieder erwärmen.
Inhaltsverzeichnis
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Quelle & Küchenwissen
Speichern und beim nächsten Curry backen
Dieses Naanbrot aus der Pfanne ist ein unkompliziertes Grundrezept, das du klassisch, mit Knoblauch oder als vegane Variante immer wieder anpassen kannst.
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