Omas Hühnersuppe – klassisch, kräftig & klar

Photo of author
Author: sophie weber
Published:
Omas Hühnersuppe mit zartem Hühnerfleisch Möhren Lauch und klarer goldener Brühe in einer Schüssel
Hausmannskost · wohltuend · klassisch

Omas Hühnersuppe

Kräftige goldene Brühe, zartes Hühnerfleisch und frisches Suppengemüse – langsam gekocht wie früher zu Hause.

SRezept von Sophie Weber · Cheflet
25 Min.Vorbereitung
90–120 Min.Garzeit
ca. 2:30 Std.Gesamt
6Portionen

Schnelle Antwort

Für Omas Hühnersuppe setzt du ein ganzes Suppenhuhn mit kaltem Wasser, grobem Suppengemüse, Zwiebel und Gewürzen auf. Die Brühe wird nur sanft erhitzt und anschließend 90 bis 120 Minuten leise gekocht. Danach seihst du sie ab, löst das Hühnerfleisch vom Knochen und garst frisches Gemüse direkt in der klaren Brühe.

Omas Hühnersuppe ist eines dieser Gerichte, bei denen schon der Duft aus dem Topf an ruhige Sonntage, Familienküche und kalte Tage erinnert. Eine gute Hühnersuppe braucht keine komplizierten Zutaten. Entscheidend sind ein kräftiges Huhn, ausreichend Zeit und Gemüse, das der Brühe Tiefe gibt, ohne sie zu überladen. Wenn du die Suppe langsam ziehen lässt und das Fleisch später sorgfältig vom Knochen löst, bekommst du eine klare, aromatische Brühe mit zartem Hühnerfleisch und frischem Suppengemüse.

Für sechs Portionen verwende ich ein ganzes Suppenhuhn oder ein großes Hähnchen von etwa 1,5 bis 1,8 Kilogramm. Ein klassisches Suppenhuhn bringt durch sein festes Fleisch und den höheren Anteil an Bindegewebe besonders viel Geschmack in die Brühe. Es braucht allerdings etwas länger, bis das Fleisch zart wird. Mit einem normalen Hähnchen gelingt die Suppe ebenfalls sehr gut und etwas schneller. Wichtig ist vor allem, dass das Tier vollständig in den Topf passt und mit kaltem Wasser bedeckt werden kann.

Du brauchst außerdem etwa 2,5 Liter kaltes Wasser, zwei große Möhren, ungefähr 150 Gramm Knollensellerie, eine Stange Lauch, eine große Zwiebel, eine kleine Petersilienwurzel oder etwas mehr Sellerie, zwei Lorbeerblätter, acht bis zehn schwarze Pfefferkörner, einige Stiele glatte Petersilie und Salz. Für die Einlage kommen später nochmals zwei Möhren, ein kleines Stück Sellerie und ein Stück Lauch dazu. Dadurch bleibt das Gemüse in der fertigen Suppe frisch, hat Biss und schmeckt nicht ausgelaugt.

Warum startet eine klassische Hühnersuppe mit kaltem Wasser? Beim langsamen Erwärmen gehen Aromastoffe aus Fleisch, Knochen und Gemüse nach und nach in die Flüssigkeit über. Für eine kräftige Brühe ist das ideal. Wenn du dagegen bereits heiße Brühe verwenden würdest, würde das Fleisch zwar schneller außen garen, aber die Suppe bekäme weniger von diesem tiefen, lang gekochten Geschmack. Deshalb kommen Huhn und Wasser gemeinsam in den kalten Topf.

„Eine gute Hühnersuppe braucht keine starke Hitze. Sie wird besser, wenn sie ruhig zieht und du ihr genug Zeit gibst.“

Sophie Weber
  • Kräftige Brühe: Ganzes Huhn, Wurzelgemüse und langsames Simmern sorgen für tiefen Geschmack.
  • Klare Suppe: Schaum abschöpfen, niedrige Hitze und sauberes Abseihen helfen gegen Trübung.
  • Gut vorzubereiten: Brühe und Fleisch lassen sich problemlos am Vortag kochen und getrennt kühlen.

Zutaten für Omas Hühnersuppe

Zutaten für klassische Hühnersuppe mit ganzem Huhn Möhren Sellerie Lauch Zwiebel Kräutern und Gewürzen
Ein ganzes Huhn, klassisches Suppengemüse und wenige Gewürze reichen für eine kräftige, goldene Brühe.

Für die Brühe

  • 1 Suppenhuhn oder großes Hähnchen, ca. 1,5–1,8 kg
  • ca. 2,5 l kaltes Wasser
  • 2 große Möhren
  • ca. 150 g Knollensellerie
  • 1 Stange Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Petersilienwurzel oder etwas mehr Sellerie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8–10 schwarze Pfefferkörner
  • einige Stiele glatte Petersilie
  • Salz

Für die Einlage

  • 2 Möhren
  • ca. 100 g Knollensellerie
  • ½ Stange Lauch
  • ausgelöstes Hühnerfleisch
  • gehackte Petersilie oder Schnittlauch
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • optional 120–150 g Suppennudeln oder ca. 100 g Reis

Tipp: Nudeln oder Reis separat kochen. Dann bleibt die Brühe klar und Reste quellen nicht unnötig nach.

Die Zwiebel kannst du halbieren und mit der Schnittfläche ohne Fett in einer Pfanne oder direkt im trockenen Topf kräftig anrösten. Sie darf dunkelbraun werden, aber nicht verbrennen. Diese kleine Vorbereitung gibt der Brühe zusätzliche Farbe und ein leicht röstiges Aroma. Die äußere saubere Zwiebelschale kann für eine kräftigere goldene Farbe teilweise dranbleiben. Beschädigte oder verschmutzte Stellen werden natürlich entfernt.

Das Gemüse für die Brühe musst du nicht fein schneiden. Möhren, Sellerie, Lauch und Petersilienwurzel werden grob geputzt und in große Stücke geteilt. Je kleiner das Gemüse geschnitten ist, desto schneller gibt es Geschmack ab, kann aber bei langer Kochzeit auch zerfallen und die Brühe trüber machen. Für eine klare Hühnersuppe sind größere Stücke praktischer.

Bevor das Huhn in den Topf kommt, kontrollierst du den Bauchraum und entfernst eventuell enthaltene Innereien, sofern du sie nicht gezielt mitkochen möchtest. Das Huhn muss nicht unter fließendem Wasser abgespült werden. Tupfe sichtbare Feuchtigkeit bei Bedarf mit Küchenpapier ab und wasche danach deine Hände gründlich. Arbeitsflächen und Messer, die mit rohem Geflügel Kontakt hatten, werden direkt gereinigt.

Gib das Huhn in einen großen Topf und gieße etwa 2,5 Liter kaltes Wasser an. Das Huhn sollte möglichst bedeckt sein. Falls dein Topf breiter ist und du etwas mehr Wasser brauchst, gib nur so viel hinzu, dass das Fleisch knapp unter der Oberfläche liegt. Zu viel Wasser verdünnt die Brühe unnötig. Füge das grob geschnittene Suppengemüse, die geröstete Zwiebel, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und Petersilienstiele hinzu.

Salz kommt am Anfang nur sparsam dazu. Während der langen Garzeit verdampft Flüssigkeit und die Brühe konzentriert sich. Wenn du früh sehr kräftig salzt, kann sie am Ende schnell zu salzig werden. Besser ist eine kleine Grundmenge und das endgültige Abschmecken erst nach dem Abseihen.

Erhitze alles langsam, bis die Flüssigkeit fast kocht. An der Oberfläche kann sich dabei grauer oder weißlicher Schaum sammeln. Das ist geronnenes Eiweiß und völlig normal. Für eine klarere Brühe schöpfst du den Schaum mit einer kleinen Kelle oder einem feinen Sieb ab. Danach reduzierst du die Hitze sofort. Die Suppe soll nicht stark sprudelnd kochen, sondern nur leise simmern.

Ein Suppenhuhn braucht je nach Größe ungefähr zwei Stunden, manchmal auch etwas länger. Ein normales Hähnchen ist häufig nach 75 bis 100 Minuten weich. Entscheidend ist nicht die Uhr, sondern das Fleisch: Es sollte sich an den Keulen leicht vom Knochen lösen lassen. Durch die niedrige Temperatur bleibt die Brühe aromatisch und das Fleisch trocknet weniger aus.

Eine klassische Hühnersuppe ist für mich außerdem ein perfektes Vorbereitungsgericht. Die Brühe kann am Vortag gekocht, vollständig abgekühlt und über Nacht gekühlt werden. Am nächsten Tag lässt sich das fest gewordene Fett an der Oberfläche leicht abnehmen. Du musst es nicht vollständig entfernen; ein kleiner Anteil Fett trägt viel Geschmack und Mundgefühl. So entscheidest du selbst, wie leicht oder kräftig die fertige Suppe werden soll.

Suppenhuhn oder Hähnchen?

Suppenhuhn

Besonders kräftig im Geschmack und ideal für klassische Brühe. Es braucht meist zwei Stunden oder etwas länger, bis das Fleisch weich wird.

Normales Hähnchen

Gelingt ebenfalls sehr gut und ist oft nach 75 bis 100 Minuten gar. Die Brühe wird etwas milder, aber immer noch aromatisch.

Hähnchenschenkel

Eine praktische kleinere Variante. Knochen und Haut liefern Geschmack, die Garzeit ist meist kürzer als beim ganzen Suppenhuhn.

Omas Hühnersuppe auf einen Blick

PunktEmpfehlung
StartHuhn immer mit kaltem Wasser aufsetzen
HitzeNur sanft simmern, nicht stark sprudeln lassen
GarzeitHähnchen ca. 75–100 Min., Suppenhuhn ca. 120 Min. oder länger
GemüseBrühengemüse grob, frische Einlage erst zum Schluss
Nudeln/ReisFür klare Brühe separat garen

Omas Hühnersuppe Schritt für Schritt

Ganzes Huhn mit Suppengemüse zieht in einem großen Topf für klassische Hühnersuppe
Das Huhn darf nur sanft in der Brühe ziehen. So bleibt das Fleisch zart und die Brühe wird aromatisch statt trüb.

Huhn und Gemüse vorbereiten

Putze Möhren, Sellerie, Lauch und Petersilienwurzel. Schneide alles für die Brühe nur grob. Halbiere die Zwiebel und röste die Schnittflächen in einer trockenen Pfanne dunkelbraun. Lege das Huhn in einen großen Topf und gib das vorbereitete Gemüse, Lorbeer, Pfefferkörner und Petersilienstiele dazu.

Mit kaltem Wasser aufsetzen

Gieße ungefähr 2,5 Liter kaltes Wasser in den Topf, bis das Huhn knapp bedeckt ist. Gib zunächst etwa einen Teelöffel Salz dazu. Erhitze alles langsam bei mittlerer Temperatur. Nimm dir dafür etwas Zeit. Eine Brühe wird klarer und aromatischer, wenn sie nicht innerhalb weniger Minuten heftig aufkocht.

Schaum abschöpfen

Sobald sich an der Oberfläche Eiweißschaum bildet, schöpfst du ihn mit einem feinen Sieb oder einer kleinen Kelle ab. Du musst nicht jedes winzige Teilchen erwischen. Entferne vor allem die größeren Schauminseln. Danach stellst du die Hitze so weit herunter, dass nur noch kleine Bläschen aufsteigen.

Hühnersuppe sanft ziehen lassen

Decke den Topf nur teilweise ab und lasse ein Suppenhuhn etwa zwei Stunden sanft garen. Bei einem normalen Hähnchen reichen häufig 75 bis 100 Minuten. Starkes Kochen macht die Brühe trüber und kann das Fleisch unnötig trocken werden lassen. Prüfe während der Garzeit gelegentlich den Flüssigkeitsstand. Das Huhn sollte weiterhin größtenteils bedeckt sein.

Gargrad prüfen

Stich mit einer kleinen Gabel an der Keule ein. Wenn sich das Fleisch weich anfühlt und sich am Gelenk leicht löst, ist das Huhn fertig. Bei einem echten Suppenhuhn kann es etwas länger dauern. Gib ihm lieber zusätzliche 20 Minuten bei niedriger Hitze, statt die Temperatur stark zu erhöhen.

Huhn herausheben

Hebe das gegarte Huhn vorsichtig mit zwei großen Löffeln oder einer Zange aus dem Topf und lege es auf eine große Platte. Es ist sehr heiß und weich, deshalb kann es leicht auseinanderfallen. Lass es ungefähr 15 Minuten abkühlen, bis du es anfassen kannst.

Brühe abseihen

Gieße die Brühe durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf. Das ausgekochte Gemüse und die Gewürze haben ihre Aufgabe erfüllt und werden entfernt. Wenn du eine besonders klare Suppe möchtest, kannst du das Sieb zusätzlich mit einem sauberen Passiertuch auslegen. Für eine gute Alltagssuppe ist ein normales feines Sieb aber völlig ausreichend.

Frische Gemüseeinlage garen

Schneide zwei frische Möhren, etwas Sellerie und ein Stück Lauch in kleine, gleichmäßige Stücke. Bringe die abgesiebte Brühe wieder zum sanften Kochen und gare zuerst Möhren und Sellerie etwa acht Minuten. Gib den Lauch erst in den letzten drei bis vier Minuten dazu. So bleibt seine Farbe schöner und der Geschmack frisch.

Hühnerfleisch auslösen

Entferne Haut und Knochen vom abgekühlten Huhn. Löse Brust- und Keulenfleisch sorgfältig ab und zupfe oder schneide es in mundgerechte Stücke. Kontrolliere besonders an den kleinen Knochen der Keulen und Flügel, dass keine Knochenreste in der Suppe landen. Gib nur so viel Fleisch zurück in den Topf, wie du für die gewünschte Menge brauchst. Übriges Fleisch eignet sich für Frikassee, Salat oder Sandwiches.

Abschmecken und servieren

Gib das ausgelöste Hühnerfleisch in die heiße Brühe und erwärme es nur noch einige Minuten. Schmecke die Suppe mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer ab. Zum Schluss kommen gehackte Petersilie oder Schnittlauch dazu. Wenn du Suppennudeln verwenden möchtest, koche sie am besten separat und gib sie portionsweise in die Teller. So saugen sie bei Resten nicht die ganze Brühe auf.

Sophies Tipps für klare, kräftige Hühnersuppe

Die Frage nach Nudeln, Reis oder ganz ohne Sättigungsbeilage ist reine Geschmackssache. Klassische feine Suppennudeln machen aus der Brühe eine vertraute Hühnernudelsuppe. Für sechs Portionen reichen ungefähr 120 bis 150 Gramm trockene Nudeln. Wenn du Reis bevorzugst, koche etwa 100 Gramm Reis separat. Direkt in der Brühe funktioniert beides ebenfalls, allerdings wird die Flüssigkeit durch Stärke etwas trüber und Reste werden schneller dick.

Ein wichtiger Punkt ist die Temperatur. Wenn die Brühe stark sprudelt, bewegen sich Fett, Eiweiß und kleine Partikel ständig durch die Flüssigkeit. Dadurch wird sie eher trüb. Eine trübe Brühe ist nicht schlecht oder ungenießbar, aber optisch weniger klassisch. Für eine möglichst klare Hühnersuppe lohnt sich deshalb das sanfte Simmern.

Auch das Gemüse für die fertige Suppe sollte nicht schon von Anfang an zwei Stunden mitkochen. Das erste Gemüse dient nur dem Geschmack der Brühe. Die zweite, frische Gemüseeinlage bringt Farbe, Textur und einen klareren Eigengeschmack. Dieser kleine doppelte Arbeitsschritt macht einen erstaunlich großen Unterschied.

Wenn die Brühe nach dem Abseihen zu mild schmeckt, lasse sie zehn bis fünfzehn Minuten ohne Deckel einkochen. Dadurch konzentriert sich der Geschmack. Erst danach salzen. Falls sie zu kräftig oder salzig geworden ist, kannst du etwas heißes Wasser ergänzen. Gib Wasser immer portionsweise dazu und probiere dazwischen.

Typische Fehler lassen sich leicht vermeiden. Eine dünne Brühe entsteht meist durch zu viel Wasser oder eine zu kurze Garzeit. Trockenes Fleisch kommt oft von zu hoher Temperatur. Sehr weiches, farbloses Gemüse wurde zu früh als Einlage mitgekocht. Und wenn Nudeln direkt im Suppentopf über Nacht stehen, quellen sie stark nach und binden einen großen Teil der Brühe.

Sophies Tipp: Wenn die Brühe zu mild schmeckt, lasse sie nach dem Abseihen einige Minuten ohne Deckel einkochen und salze erst danach endgültig.

Nahaufnahme von zartem Hühnerfleisch und Gemüse in klarer goldener Hühnerbrühe
Frisches Gemüse und ausgelöstes Hühnerfleisch kommen erst am Ende zurück in die klare, goldene Brühe.

Typische Fehler und einfache Lösungen

Brühe schmeckt dünn: Meist war zu viel Wasser im Topf oder die Kochzeit zu kurz. Brühe ohne Deckel etwas einkochen lassen.
Brühe wird sehr trüb: Die Suppe hat zu stark gekocht. Beim nächsten Mal nur leise simmern lassen und den Schaum früh abschöpfen.
Fleisch wird trocken: Zu hohe Temperatur ist oft der Grund. Das Huhn braucht sanfte Hitze und nur so viel Zeit, bis sich das Fleisch leicht löst.
Gemüse ist weich und farblos: Das Gemüse für die Einlage erst in der abgesiebten Brühe frisch garen.

Varianten für Omas Hühnersuppe

Mit Suppennudeln

Für Omas Hühnersuppe gibt es nicht die eine einzige Familienversion. Manche geben ein Stück Ingwer mit in die Brühe, andere bleiben ausschließlich bei klassischem Suppengemüse. In einigen Haushalten gehören feine Eiernudeln unbedingt dazu, in anderen wird die Brühe mit Reis oder Grießklößchen serviert. Das Grundprinzip bleibt gleich: kräftige Brühe, zartes Hühnerfleisch, frisches Gemüse und eine ruhige, lange Garzeit.

Mit Reis

Eine besonders klassische Variante ist Hühnersuppe mit Suppennudeln. Koche die Nudeln separat in Salzwasser knapp al dente, gieße sie ab und verteile sie direkt auf die Teller. Gieße die heiße Suppe darüber. Diese Methode ist ideal, wenn nicht alles sofort gegessen wird. Im Kühlschrank gelagerte Nudeln können getrennt aufbewahrt und beim nächsten Essen kurz mit heißer Brühe erwärmt werden.

Mit mehr Gemüse

Für Hühnersuppe mit Reis verwendest du am besten Langkornreis oder Basmatireis. Koche ihn separat und gib pro Portion zwei bis drei Esslöffel in die Schale. Reis macht die Suppe sättigender und passt besonders gut, wenn du sie als vollständiges Hauptgericht servieren möchtest. Auch hier bleibt die Brühe klarer, wenn der Reis nicht direkt darin gekocht wird.

Wenn du mehr Gemüse möchtest, passen Erbsen, Kohlrabi oder kleine Blumenkohlröschen. Gib empfindliches Gemüse erst spät dazu, damit es nicht zerfällt. Tiefgekühlte Erbsen brauchen meist nur wenige Minuten. Kohlrabi kann zusammen mit den Möhren in die Brühe. Die Suppe soll trotz zusätzlichem Gemüse leicht und brühig bleiben, nicht zu einem Gemüseeintopf werden.

Was passt als Beilage? Zu einer kräftigen Hühnersuppe braucht es eigentlich nicht viel. Frisches Bauernbrot oder eine Scheibe geröstetes Mischbrot reichen völlig. Wenn Nudeln oder Reis in der Suppe sind, ist eine zusätzliche Beilage oft gar nicht nötig. Für ein größeres Familienessen kannst du die Suppe auch als ersten Gang servieren und die Portionen entsprechend kleiner halten.

Aufbewahren, vorbereiten und einfrieren

Die Brühe eignet sich außerdem hervorragend als Basis für andere Gerichte. Ein Teil kann für Risotto, Soßen, Frikassee oder andere Suppen verwendet werden. Wenn du genug Platz im Gefrierschrank hast, lohnt es sich deshalb, bewusst etwas mehr Brühe zu kochen. Friere sie am besten in 250- oder 500-Milliliter-Portionen ein. So kannst du später genau die Menge auftauen, die du brauchst.

Aufbewahrung: Lasse übrig gebliebene Hühnersuppe nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen. Teile größere Mengen zum schnelleren Abkühlen in kleinere, flache Behälter auf und stelle sie nach dem Abkühlen zeitnah in den Kühlschrank. Dort hält sich die Suppe gut verschlossen ungefähr zwei bis drei Tage. Beim erneuten Servieren sollte sie vollständig und gleichmäßig erhitzt werden.

Wenn Nudeln oder Reis bereits in der Suppe sind, verändert sich die Konsistenz beim Lagern stärker. Sie saugen Flüssigkeit auf und werden weicher. Deshalb ist getrennte Aufbewahrung die beste Lösung. Fleisch, Brühe und Nudeln können problemlos in separaten Behältern gekühlt und erst beim Erwärmen zusammengeführt werden.

Einfrieren funktioniert sehr gut, am besten ohne Nudeln und ohne sehr weich gekochtes Gemüse. Brühe und Hühnerfleisch vollständig abkühlen lassen, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Für beste Qualität kannst du die Suppe innerhalb von etwa drei Monaten verbrauchen. Auftauen lässt sie sich über Nacht im Kühlschrank oder direkt langsam in einem Topf. Frisches Gemüse und Nudeln kommen beim Erwärmen neu dazu.

Wenn sich nach dem Kühlen eine feste Fettschicht an der Oberfläche bildet, ist das normal. Du kannst sie komplett abheben, teilweise entfernen oder beim Erwärmen wieder einrühren. Ein wenig Hühnerfett gibt der Brühe viel Geschmack. Eine sehr fettarme Suppe wirkt oft überraschend flach, deshalb entferne ich meistens nur einen Teil.

Für Gäste kannst du die Suppe fast vollständig vorbereiten. Koche die Brühe und löse das Fleisch bereits am Vortag aus. Bewahre beides getrennt im Kühlschrank auf. Am nächsten Tag erhitzt du die Brühe, garst darin frisches Gemüse und gibst das Fleisch erst am Ende dazu. So bleibt es saftig und die Suppe schmeckt frisch gekocht.

Rezeptkarte

Omas Hühnersuppe

Kräftige klassische Hühnersuppe mit zartem Fleisch, Wurzelgemüse und klarer goldener Brühe.

Von Sophie Weber
25 Min.
Vorbereitung
90–120 Min.
Garen
ca. 2:30 Std.
Gesamt
6
Portionen
Einfach–Mittel
Schwierigkeit

Zutaten

  • 1 Suppenhuhn oder großes Hähnchen, ca. 1,5–1,8 kg
  • ca. 2,5 l kaltes Wasser
  • 4 Möhren insgesamt
  • ca. 250 g Knollensellerie insgesamt
  • 1½ Stangen Lauch
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Petersilienwurzel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8–10 Pfefferkörner
  • Petersilie, Salz und Pfeffer
  • optional Suppennudeln oder Reis

Zubereitung

  1. Huhn, grobes Gemüse und Gewürze vorbereiten.
  2. Mit kaltem Wasser aufsetzen und langsam erhitzen.
  3. Aufsteigenden Eiweißschaum abschöpfen.
  4. Bei niedriger Hitze 90 bis 120 Minuten sanft garen.
  5. Huhn herausnehmen und etwas abkühlen lassen.
  6. Brühe durch ein feines Sieb abseihen.
  7. Frisches Gemüse in der Brühe bissfest garen.
  8. Fleisch auslösen, zurückgeben und abschmecken.
Für klare Brühe: Nudeln oder Reis separat kochen und erst beim Servieren in die Teller geben.

FAQ zu Omas Hühnersuppe

Kann ich nur Hähnchenschenkel verwenden?

Ja. Vier bis sechs Hähnchenschenkel ergeben eine gute kleinere Portion und liefern durch Knochen und Haut viel Geschmack. Die Garzeit ist meistens kürzer als bei einem ganzen Suppenhuhn.

Muss die Brühe vollkommen klar sein?

Nein. Eine leicht trübe Hühnersuppe schmeckt genauso gut. Klarheit ist vor allem eine Frage der Optik. Sanftes Simmern, Abschöpfen und Abseihen helfen.

Kann die Haut des Huhns mitkochen?

Ja. Haut und Fett geben Geschmack an die Brühe. Nach dem Garen wird die Haut entfernt. Überschüssiges Fett kannst du später abschöpfen.

Warum sollte die Suppe nicht stark kochen?

Starkes Kochen macht die Brühe eher trüb und kann das Fleisch trockener werden lassen. Leises Simmern reicht vollkommen aus.

Kann ich Omas Hühnersuppe einen Tag vorher kochen?

Ja. Brühe und Fleisch getrennt kühlen. Am nächsten Tag frisches Gemüse garen und das Fleisch erst zum Schluss wieder erwärmen.

Kann ich Hühnersuppe einfrieren?

Ja. Am besten frierst du Brühe und Fleisch ohne Nudeln ein. Portionsweise verpackt bleibt die Suppe praktisch und lässt sich später schnell wieder erhitzen.

Das könnte dir auch schmecken

Quelle und Küchenpraxis

Für allgemeine Hinweise zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln und zur sicheren Küchenpraxis kannst du die Informationen des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) nutzen.

Jetzt Omas Hühnersuppe kochen

Setze das Huhn mit kaltem Wasser auf, halte die Hitze niedrig und gib der Brühe genügend Zeit – dann entsteht ein kräftiger Klassiker wie früher.

Zur Rezeptkarte

Clara Hoffmann
Über uns

Willkommen bei Cheflet, einer kulinarischen Welt, in der jedes Gericht seinen Platz hat und jeder Moment am Tisch zu einer Erinnerung wird.
Unsere Mission? Alle Facetten der Küche zu vereinen: der Aperitif, der das Lachen eröffnet, die Vorspeise, die den Appetit weckt, das Hauptgericht, das wärmt, und das Dessert, das einen unvergesslich süßen Eindruck hinterlässt.

Weekly Newsletter

Get the latest recipes and my top tips straight into your inbox!

Error: Contact form not found.

You Might Also Like...

Königsberger Klopse

Königsberger Klopse

Rinderrouladen klassisch – zart geschmort mit dunkler Soße

Rinderrouladen klassisch – zart geschmort mit dunkler Soße

Bananenbrot ohne extra Zucker – saftig & einfach

Bananenbrot ohne extra Zucker – saftig & einfach

Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch

Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch

Leave a Comment