Kaiserschmarrn – fluffig wie auf der Hütte

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Author: sophie weber
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Fluffiger Kaiserschmarrn mit Puderzucker wie auf der Hütte
Österreichischer Klassiker

Kaiserschmarrn – fluffig wie auf der Hütte

Innen weich und luftig, außen goldbraun karamellisiert und mit Puderzucker bestäubt – genau so schmeckt Kaiserschmarrn wie auf der Berghütte.

SRezept & Tipps von Sophie Weber
15 Min.Vorbereitung
20 Min.Backzeit
4Portionen
EinfachSchwierigkeit

Schnelle Antwort

Für fluffigen Kaiserschmarrn trennst du die Eier, rührst aus Eigelb, Milch, Mehl, Vanille und etwas Zucker einen glatten Teig und hebst steif geschlagenes Eiweiß vorsichtig unter. Der Teig wird bei mittlerer Hitze in Butter gebacken, in großen Stücken gewendet, anschließend zerrissen und mit etwas Butter und Zucker kurz karamellisiert. Zum Schluss kommt Puderzucker darüber.

Kaiserschmarrn – fluffig wie auf der Hütte gehört zu den österreichischen Mehlspeisen, die mit wenigen Zutaten unglaublich viel Genuss auf den Teller bringen. Außen leicht karamellisiert, innen weich und luftig und dazu mit Puderzucker bestäubt: Genau diese Kombination macht den Klassiker so beliebt. Für ein gutes Ergebnis brauchst du keine besondere Ausrüstung. Eine große beschichtete oder gut eingebrannte Pfanne, ein Schneebesen und ein Pfannenwender reichen völlig aus. Entscheidend sind vielmehr der richtige Teig, steif geschlagenes Eiweiß, moderate Hitze und ein wenig Geduld beim Wenden.

Für vier Portionen verwendest du Eier, Milch, Mehl, etwas Zucker, Vanille, eine Prise Salz und Butter zum Ausbacken. Rosinen sind klassisch, aber kein Muss. Wenn du sie magst, kannst du sie vorher in warmem Wasser, Apfelsaft oder – nur für Erwachsene – etwas Rum einweichen. So bleiben sie beim Braten weich und saftig. Wer keine Rosinen mag, lässt sie einfach weg. Der Kaiserschmarrn funktioniert auch ohne sie hervorragend und bekommt seinen typischen Charakter vor allem durch die luftige Struktur und die karamellisierten Stücke.

Warum dieser Kaiserschmarrn so fluffig gelingt

  • Steif geschlagenes Eiweiß sorgt für Luftigkeit.
  • Mittlere Hitze verhindert dunkle Ränder bei roher Mitte.
  • Butter gibt Aroma und eine goldene Oberfläche.
  • Unregelmäßige Stücke bleiben innen besonders saftig.
  • Kurzes Karamellisieren bringt Hütten-Aroma.
  • Mit Apfelmus oder Zwetschgenröster perfekt serviert.

Der wichtigste Unterschied zwischen Kaiserschmarrn und einem normalen Pfannkuchen liegt in der Verarbeitung der Eier. Eigelb und Eiweiß werden getrennt. Aus Eigelb, Milch, Mehl, Vanille und etwas Zucker entsteht zunächst ein glatter, relativ flüssiger Teig. Das Eiweiß wird separat mit einer Prise Salz steif geschlagen und anschließend vorsichtig untergehoben. Genau dadurch bekommt der Schmarrn seine luftige, fast wolkige Struktur. Rührst du den Eischnee zu kräftig ein, verlierst du einen großen Teil dieser Luft.

Beim Mehl eignet sich normales Weizenmehl Type 405 besonders gut, weil es einen feinen, zarten Teig ergibt. Auch Type 550 funktioniert, der Schmarrn wird dann etwas kräftiger in der Struktur. Wenn du Dinkelmehl verwenden möchtest, ist Type 630 eine gute Alternative. Wichtig ist, das Mehl nicht minutenlang in den Teig zu schlagen. Sobald keine großen Klümpchen mehr sichtbar sind, reicht es. Zu langes Rühren aktiviert mehr Gluten und kann den Kaiserschmarrn zäher machen.

Die Milch sollte möglichst zimmerwarm sein. Sehr kalte Milch kann die Butter in der Pfanne schneller abkühlen lassen und erschwert eine gleichmäßige Bräunung. Vollmilch sorgt für etwas mehr Geschmack, aber auch fettarme Milch funktioniert. Für eine besonders weiche Textur kannst du einen kleinen Teil der Milch durch Sahne ersetzen. Das ist nicht notwendig, aber eine schöne Variante für ein besonders üppiges Dessert.

Mehl, Milch und Pfanne: die richtige Basis

Feines Mehl

Weizenmehl Type 405 oder Dinkel Type 630 ergibt einen zarten Teig. Nach dem Einrühren nicht unnötig lange schlagen.

Zimmerwarme Milch

Sie verbindet sich schnell mit Eigelb und Mehl und verhindert, dass die Pfanne beim Eingießen stark auskühlt.

Große Pfanne

Etwa 28 cm Durchmesser sind ideal für vier Portionen. In einer kleineren Pfanne lieber in zwei Durchgängen backen.

Auch die Pfannengröße spielt eine Rolle. Für die angegebene Menge ist eine Pfanne mit ungefähr 28 Zentimetern ideal. Ist die Pfanne deutlich kleiner, wird die Teigschicht sehr dick und braucht länger, bis die Mitte gar ist. Bei einer sehr großen Pfanne wird der Schmarrn dagegen schnell zu flach. Wenn du nur eine kleinere Pfanne hast, backe den Teig lieber in zwei Portionen. So lässt er sich leichter wenden und bleibt innen saftig.

Die richtige Hitze ist ebenfalls entscheidend. Starte auf mittlerer Stufe. Die Butter soll schäumen, aber nicht dunkel werden. Gib den Teig in die Pfanne und lass ihn zunächst in Ruhe. Wenn die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche am Rand sichtbar fester wird, ist der Zeitpunkt zum Wenden gekommen. Viele Rezepte empfehlen, den gesamten Pfannkuchen auf einmal zu drehen. Das funktioniert, ist aber nicht zwingend nötig. Du kannst den Teig auch mit dem Pfannenwender in vier große Stücke teilen und diese einzeln wenden. Das ist deutlich einfacher und führt zu einem genauso guten Ergebnis.

Zutaten für fluffigen Kaiserschmarrn

Zutaten für Kaiserschmarrn mit Eiern, Milch, Mehl, Zucker und Butter
Eier, Milch, Mehl, Butter und etwas Zucker reichen für einen klassischen, fluffigen Kaiserschmarrn.

Für den Teig

  • 4 Eier, getrennt
  • 300 ml Milch
  • 180 g Weizenmehl Type 405
  • 40 g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker oder Vanillepaste
  • 1 Prise Salz
  • optional 50 g Rosinen

Zum Ausbacken & Servieren

  • 40 g Butter
  • 1 EL Zucker zum Karamellisieren
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Zwetschgenröster oder Apfelmus
  • optional etwas Zitronenschale

Sophie-Tipp: Falls du Rosinen verwendest, lass sie kurz in warmem Wasser oder Apfelsaft quellen und trockne sie danach gut ab. So bleiben sie saftig, ohne den Teig zu verwässern.

Warum Eischnee den Unterschied macht

Ein guter Kaiserschmarrn lebt außerdem von den karamellisierten Kanten. Nachdem der Teig auf beiden Seiten gegart ist, wird er mit zwei Pfannenwendern in mundgerechte Stücke zerrissen. Dann kommt etwas Butter und je nach Geschmack ein Esslöffel Zucker in die Pfanne. Die Stücke werden noch ein bis zwei Minuten geschwenkt, bis einzelne Flächen goldbraun und leicht karamellisiert sind. Diese kurze Schlussphase sorgt für das typische Hütten-Aroma.

Traditionell wird Kaiserschmarrn mit Puderzucker und Zwetschgenröster serviert. Auch Apfelmus, Apfelkompott oder ein säuerliches Beerenkompott passen hervorragend. Wichtig ist der Kontrast: Der Schmarrn selbst ist süß und buttrig, deshalb tut eine leicht fruchtige Säure besonders gut. Wenn du ihn als Hauptgericht servierst, reichen vier Portionen eher für drei hungrige Personen. Als Dessert sind vier Portionen realistisch.

Kaiserschmarrn ist am besten direkt aus der Pfanne. Die luftige Struktur leidet etwas, wenn er lange steht. Trotzdem kannst du den Teig vorbereiten, indem du Eigelbteig und Eiweiß getrennt bereitstellst. Den Eischnee hebst du erst kurz vor dem Ausbacken unter. So sparst du Zeit, ohne die Lockerheit zu verlieren. Genau diese Mischung aus einfacher Vorbereitung und spektakulär fluffigem Ergebnis macht Kaiserschmarrn zu einem Rezept, das sich für Sonntage, Familienessen und gemütliche Nachmittage gleichermaßen eignet.

ZutatAufgabe im RezeptAlternative
4 EierStruktur und LuftigkeitKeine direkte Alternative für klassischen Kaiserschmarrn
180 g MehlBindet den TeigDinkelmehl Type 630
300 ml MilchFeuchtigkeit und weiche KrumeLaktosefreie Milch oder ungesüßte Hafermilch
ButterBräunung und AromaPflanzliche Margarine

Kaiserschmarrn: Zubereitung Schritt für Schritt

Kaiserschmarrn wird in der Pfanne gewendet und in Stücke geteilt
Der Teig wird erst goldbraun gebacken, dann in großen Stücken gewendet und zum Schluss locker zerrissen.

Eier trennen

Eigelb und Eiweiß sauber trennen. Das Eiweiß in eine fettfreie Schüssel geben, damit es später stabil aufgeschlagen werden kann.

Eigelbmasse verrühren

Eigelb mit Zucker, Vanille und einer Prise Salz kurz verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben.

Milch und Mehl einarbeiten

Milch zugeben und das Mehl portionsweise einrühren. Nur so lange rühren, bis ein glatter, fließfähiger Teig entstanden ist.

Teig kurz ruhen lassen

Den Grundteig fünf bis zehn Minuten stehen lassen, damit das Mehl Flüssigkeit aufnehmen kann.

Eiweiß steif schlagen

Eiweiß mit einer Prise Salz zu glänzendem, stabilem Eischnee schlagen. Nicht so lange schlagen, bis die Masse trocken wirkt.

Eischnee unterheben

Zuerst ein Drittel einrühren, danach den restlichen Eischnee vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben. Optional Rosinen ergänzen.

Erste Seite backen

Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, Teig eingießen und drei bis fünf Minuten goldbraun backen.

In großen Stücken wenden

Den Pfannkuchen in vier große Stücke teilen, einzeln wenden und die zweite Seite zwei bis drei Minuten fertig backen.

Zerreißen

Die gegarten Stücke mit zwei Pfannenwendern in unregelmäßige mundgerechte Stücke zerteilen.

Karamellisieren und servieren

Restliche Butter und Zucker zugeben, kurz goldbraun karamellisieren, vom Herd nehmen und mit Puderzucker servieren.

Für den Teig trennst du zuerst vier Eier sauber in Eigelb und Eiweiß. Achte darauf, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt, sonst lässt es sich deutlich schlechter steif schlagen. Gib die Eigelbe in eine große Schüssel und verrühre sie mit 40 Gramm Zucker, einem Teelöffel Vanillezucker oder etwas Vanillepaste und einer Prise Salz. Es ist nicht nötig, die Masse minutenlang schaumig zu schlagen. Eine halbe Minute mit dem Schneebesen reicht, bis sich Zucker und Eigelb gut verbunden haben.

Gieße anschließend 300 Milliliter Milch dazu und rühre alles glatt. Siebe 180 Gramm Mehl darüber oder gib es portionsweise hinzu. Ein Sieb ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Rühre den Teig nur so lange, bis kaum noch Klümpchen vorhanden sind. Kleine Mehlpunkte verschwinden beim kurzen Ruhen oft von selbst. Lass den Grundteig fünf bis zehn Minuten stehen. In dieser Zeit kann das Mehl Flüssigkeit aufnehmen und der Teig wird gleichmäßiger.

Wenn du Rosinen verwendest, bereite sie parallel vor. Etwa 50 Gramm reichen für vier Portionen. Übergieße sie mit warmem Wasser oder Apfelsaft und lass sie zehn Minuten quellen. Danach gründlich abtropfen und mit Küchenpapier trocken tupfen. Nasse Rosinen würden beim Braten Wasser in die Pfanne bringen. Für Erwachsene kannst du sie auch mit wenig Rum aromatisieren. Wichtig ist, dass überschüssige Flüssigkeit vor dem Einrühren entfernt wird.

Schlage nun die Eiweiße mit einer Prise Salz steif. Verwende eine saubere, fettfreie Schüssel. Beginne auf niedriger bis mittlerer Stufe und erhöhe die Geschwindigkeit erst, wenn sich feiner Schaum bildet. Der Eischnee ist richtig, wenn stabile Spitzen stehen bleiben, aber die Masse noch glänzend aussieht. Überschlägst du das Eiweiß sehr stark, wird es trocken und lässt sich schwerer unterheben.

Gib zunächst ungefähr ein Drittel des Eischnees in den Eigelbteig und rühre ihn etwas kräftiger ein. Dadurch wird die Grundmasse leichter. Den restlichen Eischnee hebst du anschließend mit einem Teigschaber in zwei Portionen vorsichtig unter. Ziehe dabei von unten nach oben durch die Schüssel und drehe sie zwischendurch. Ziel ist ein homogener Teig, in dem möglichst viel Luft erhalten bleibt. Falls du Rosinen verwendest, kommen sie jetzt dazu.

Tipps für goldbraune Ränder und eine weiche Mitte

Erhitze eine große Pfanne auf mittlerer Stufe und lass etwa 20 Gramm Butter darin schmelzen. Die Butter darf leicht schäumen, sollte aber nicht braun werden. Gieße den Teig in die Pfanne und streiche ihn nur minimal glatt. Die Schicht darf ruhig zwei bis drei Zentimeter hoch sein. Lass den Kaiserschmarrn drei bis fünf Minuten backen, ohne ständig darunterzuschauen. Wenn die Unterseite goldbraun ist und der Rand sichtbar fest wird, kannst du wenden.

Am einfachsten teilst du den großen Pfannkuchen mit dem Pfannenwender in vier Stücke. Wende jedes Stück einzeln und gib bei Bedarf noch einen kleinen Butterflocken an den Pfannenrand. Backe die zweite Seite weitere zwei bis drei Minuten. Die Mitte sollte dann gerade eben durch sein. Ein zu langes Backen trocknet den Schmarrn aus. Wenn du unsicher bist, reiße ein kleines Stück in der Mitte auf. Der Teig darf feucht und weich wirken, aber nicht mehr flüssig sein.

Jetzt kommt der Schritt, der aus dem Pfannkuchen Kaiserschmarrn macht. Zerreiße die großen Stücke mit zwei Pfannenwendern oder Gabeln in unregelmäßige, mundgerechte Stücke. Sie müssen nicht alle gleich groß sein. Gerade die Mischung aus kleineren knusprigen und größeren weichen Stücken ist attraktiv. Schiebe die Stücke etwas zur Seite, gib die restliche Butter und einen Esslöffel Zucker in die Pfanne und lass den Zucker kurz schmelzen.

Schwenke anschließend alle Stücke ein bis zwei Minuten in der Butter-Zucker-Mischung. An den Schnittflächen entstehen nun goldene, leicht karamellisierte Stellen. Die Hitze darf in dieser Phase etwas höher sein, aber bleib an der Pfanne. Zucker kann schnell von goldbraun zu dunkel wechseln. Sobald mehrere Flächen schön gebräunt sind und der Kaiserschmarrn angenehm nach Butter und Karamell duftet, nimm die Pfanne vom Herd.

Außen dunkel, innen roh: Die Pfanne war zu heiß. Beim nächsten Mal mit mittlerer Hitze starten.
Kaiserschmarrn kompakt: Eischnee nicht stabil oder nach dem Unterheben zu kräftig gerührt.
Zu trocken: Zu lange gebacken oder zu wenig Butter in der Pfanne verwendet.
Keine Karamellkruste: Nach dem Zerreißen fehlt die kurze Schlussphase mit Butter und Zucker.
Kaiserschmarrn im Close-up mit goldenen Rändern und Puderzucker
Die besten Stücke sind innen weich und fluffig, außen unregelmäßig goldbraun und leicht karamellisiert.

Bestäube den Kaiserschmarrn erst unmittelbar vor dem Servieren mit Puderzucker. Gibst du den Puderzucker schon in der heißen Pfanne darüber, schmilzt er schnell und verliert den schönen weißen Kontrast. Serviere dazu Zwetschgenröster, Apfelmus oder ein Fruchtkompott. Wenn du Zwetschgenröster selbst kochst, kannst du ihn problemlos einige Stunden vorher vorbereiten. Er schmeckt lauwarm oder kalt.

Ein häufiger Fehler ist zu hohe Hitze. Dann wird die Unterseite dunkel, während die Mitte noch roh ist. Auch zu wenig Butter macht das Ergebnis trockener und verhindert gleichmäßige Bräunung. Ein weiterer Klassiker ist zu kräftiges Rühren nach dem Eischnee. Der Teig sieht dann zwar glatt aus, verliert aber die Luft, die für die typische Fluffigkeit verantwortlich ist. Arbeite deshalb nach dem Unterheben möglichst vorsichtig.

Wenn dein Kaiserschmarrn trotz Eischnee eher kompakt wird, prüfe beim nächsten Mal drei Punkte: War der Eischnee wirklich stabil? Hast du den Teig zu lange gerührt? War die Pfanne vielleicht zu heiß, sodass der Schmarrn außen zu schnell fest wurde? Mit mittlerer Hitze, gutem Eischnee und kurzem Rühren lässt sich die Struktur sehr zuverlässig verbessern.

Varianten: mit Rosinen, Apfel oder Nüssen

Beim Servieren kannst du Kaiserschmarrn sehr unterschiedlich gestalten. Klassisch kommen Puderzucker und Zwetschgenröster dazu. Die leicht säuerlichen Pflaumen passen besonders gut zur buttrigen Süße. Wenn du es unkomplizierter möchtest, ist Apfelmus eine hervorragende Alternative. Auch Birnenkompott, Beeren oder ein Löffel Preiselbeeren funktionieren. Frische Erdbeeren passen ebenfalls, besonders im Frühjahr und Sommer, auch wenn sie weniger traditionell sind.

Für eine besonders aromatische Variante kannst du die Butter zum Karamellisieren mit etwas Vanille oder fein abgeriebener Zitronenschale ergänzen. Zitronenschale bringt Frische, ohne dass der Kaiserschmarrn deutlich nach Zitrone schmeckt. Ein halber Teelöffel Zimt im Zucker ist ebenfalls möglich. Zu viele Gewürze würden den klassischen Geschmack aber überdecken. Der Reiz des Gerichts liegt gerade in der einfachen Kombination aus Ei, Milch, Butter, Vanille und Karamell.

Wenn Kinder mitessen, kannst du die Rosinen komplett weglassen oder nur auf einer Hälfte der Pfanne verteilen. So musst du nicht zwei verschiedene Teige zubereiten. Rosinen können auch durch kleine Apfelwürfel ersetzt werden. Brate die Apfelstücke allerdings vorher zwei bis drei Minuten in wenig Butter an, damit sie später weich genug sind. Direkt in den Teig gegebene rohe Apfelstücke geben Feuchtigkeit ab und können die Struktur verändern.

Eine Schokoladenvariante ist ebenfalls möglich, sollte aber eher als moderne Abwandlung verstanden werden. Streue nach dem Zerreißen kleine Schokostückchen über den heißen Schmarrn und lass sie kurz anschmelzen. Auch gehackte Mandeln oder Haselnüsse passen gut. Röste Nüsse am besten separat und gib sie erst beim Servieren darüber, damit sie knackig bleiben.

Wer etwas weniger Zucker verwenden möchte, kann die Zuckermenge im Teig auf etwa 25 bis 30 Gramm reduzieren. Die Süße kommt ohnehin zusätzlich durch Puderzucker und Beilage. Ganz ohne Zucker gelingt der Teig technisch ebenfalls, aber die typische leichte Karamellnote fehlt dann. Eine gute Lösung ist, den Teig wenig zu süßen und den karamellisierenden Zucker am Ende gezielt einzusetzen.

Für eine laktosefreie Version funktionieren laktosefreie Milch und Butter ohne Probleme. Pflanzliche Alternativen sind ebenfalls möglich, verändern aber den Geschmack etwas. Ungesüßte Hafermilch ist relativ unkompliziert. Bei Sojamilch solltest du eine neutrale, ungesüßte Variante wählen. Statt Butter kann eine pflanzliche Margarine verwendet werden. Die Bräunung fällt je nach Produkt etwas anders aus.

Glutenfrei lässt sich Kaiserschmarrn mit einer gut abgestimmten glutenfreien Mehlmischung zubereiten. Eine Mischung, die für Kuchen oder Pfannkuchen gedacht ist, funktioniert meist besser als reines Reis- oder Maismehl. Da Gluten fehlt, kann die Struktur etwas brüchiger werden. Das ist bei Kaiserschmarrn aber weniger problematisch als bei einem ganzen Kuchen, weil das Gericht ohnehin in Stücke zerrissen wird.

Vorbereiten, aufbewahren und wieder aufwärmen

Wenn du für Gäste kochst, kannst du die Zutaten früh abwiegen, Eigelbteig vorbereiten und die Beilage fertigstellen. Das Eiweiß würde ich erst kurz vor dem Braten aufschlagen. Auch fertig gebratener Kaiserschmarrn kann kurz warmgehalten werden, aber länger als etwa zehn bis fünfzehn Minuten sollte er nicht warten. Je länger er steht, desto stärker verliert er seine lockere Struktur.

Reste lassen sich trotzdem aufbewahren. Gib vollständig abgekühlten Kaiserschmarrn in einen gut verschlossenen Behälter und stelle ihn in den Kühlschrank. Am nächsten Tag kannst du ihn in einer Pfanne mit einem kleinen Stück Butter bei mittlerer Hitze erwärmen. Dadurch werden die Ränder wieder etwas knusprig. Die Mikrowelle funktioniert ebenfalls, macht die Stücke aber weicher. Puderzucker immer erst nach dem Erwärmen darübergeben.

Einfrieren ist möglich, aber nicht ideal. Durch das Auftauen verliert der Schmarrn etwas von seiner fluffigen Struktur. Wenn du größere Mengen vorbereiten möchtest, ist es besser, den Teig frisch zu machen und nur Beilagen wie Zwetschgenröster vorzukochen. Der eigentliche Kaiserschmarrn braucht ohnehin nur wenige Minuten in der Pfanne und schmeckt frisch deutlich besser.

Für zwei Personen kannst du die Mengen halbieren. Verwende dann eine Pfanne mit etwa 24 bis 26 Zentimetern Durchmesser. Für sechs bis acht Portionen solltest du den Teig nicht einfach in eine riesige, sehr dicke Schicht geben. Backe lieber zwei Durchgänge. Ein zu dicker Teig braucht lange, bis er innen gar ist, und wird außen schnell zu dunkel. Zwei Pfannen hintereinander liefern ein deutlich zuverlässigeres Ergebnis.

So erkennst du perfekten Kaiserschmarrn

Ein wirklich gelungener Kaiserschmarrn ist innen weich und luftig, außen stellenweise goldbraun und leicht knusprig. Die Stücke sind unregelmäßig und nicht trocken. Wenn du eines auseinanderziehst, sollte die Mitte saftig, aber vollständig gegart sein. Der Duft nach Butter, Vanille und leichtem Karamell ist ein guter Hinweis darauf, dass die Schlussphase richtig gelungen ist.

Die wichtigste Grundregel kannst du dir einfach merken: Eier trennen, Eischnee vorsichtig unterheben, bei mittlerer Hitze backen, in großen Stücken wenden, anschließend zerreißen und kurz karamellisieren. Genau diese Reihenfolge sorgt dafür, dass Kaiserschmarrn nicht wie ein gewöhnlicher Pfannkuchen wirkt, sondern die luftige, zerrissene Struktur bekommt, die man von einer guten Berghütte erwartet.

Wenn du dieses Grundrezept einmal beherrschst, brauchst du kaum noch eine genaue Anleitung. Die Zutaten sind überschaubar und die Technik wird schnell vertraut. So wird Kaiserschmarrn zu einem Dessert, das spontan gelingt, aber trotzdem besonders wirkt – perfekt für gemütliche Wochenenden, Familienessen oder dann, wenn du dir ein Stück österreichische Hüttenatmosphäre nach Hause holen möchtest.

Rezeptkarte

Kaiserschmarrn – fluffig wie auf der Hütte

Luftiger österreichischer Kaiserschmarrn mit goldenen Butterrändern, feiner Karamellnote und Puderzucker.

Rezept von Sophie Weber
Vorbereitung
15 Min.
Backzeit
20 Min.
Gesamt
ca. 35 Min.
Portionen
4
Schwierigkeit
Einfach

Zutaten

  • 4 Eier
  • 300 ml Milch
  • 180 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Butter
  • 1 EL Zucker zum Karamellisieren
  • optional 50 g Rosinen
  • Puderzucker

Zubereitung

  1. Eier sauber trennen.
  2. Eigelb mit Zucker und Vanille verrühren.
  3. Milch und Mehl einarbeiten.
  4. Teig kurz ruhen lassen.
  5. Eiweiß steif schlagen.
  6. Eischnee vorsichtig unterheben.
  7. Teig in Butter goldbraun backen.
  8. In großen Stücken wenden.
  9. In mundgerechte Stücke zerreißen.
  10. Mit Butter und Zucker karamellisieren und servieren.
Sophie-Tipp: Den Eischnee erst ganz am Ende unterheben und danach nicht mehr kräftig rühren. So bleibt möglichst viel Luft im Teig.

Häufige Fragen zu Kaiserschmarrn

Warum wird mein Kaiserschmarrn nicht fluffig?

Meist wurde das Eiweiß nicht stabil genug geschlagen oder nach dem Unterheben zu stark gerührt. Auch zu hohe Hitze kann die Struktur verschlechtern.

Kann ich Kaiserschmarrn ohne Rosinen machen?

Ja. Rosinen sind traditionell, aber optional. Der Teig und die Zubereitung bleiben ohne Rosinen genau gleich.

Welches Mehl eignet sich am besten?

Weizenmehl Type 405 ist besonders unkompliziert. Dinkelmehl Type 630 funktioniert ebenfalls sehr gut.

Wie wende ich Kaiserschmarrn am einfachsten?

Teile den großen Pfannkuchen vor dem Wenden in vier Stücke und drehe sie einzeln. Das ist einfacher als ein kompletter großer Pfannkuchen.

Kann ich den Teig vorbereiten?

Den Eigelbteig kannst du vorbereiten. Den Eischnee solltest du erst kurz vor dem Braten schlagen und unterheben.

Wie wärme ich Reste am besten auf?

Am besten kurz in einer Pfanne mit wenig Butter bei mittlerer Hitze. So werden die Ränder wieder etwas knusprig.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zutaten
  2. Zubereitung
  3. Tipps & Fehler vermeiden
  4. Rezeptkarte
  5. FAQ

Mehr einfache Cheflet-Rezepte

Quelle & Küchenpraxis

Für allgemeine Informationen zu Lebensmitteln, Küchenpraxis und Aufbewahrung orientiert sich Cheflet unter anderem an den Informationsangeboten des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE). Speisen mit Ei nach der Zubereitung nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen und Reste zügig kühlen.

Speichern und beim nächsten gemütlichen Wochenende braten

Dieser Kaiserschmarrn bringt fluffige Stücke, goldene Butterränder und echte Hüttenstimmung direkt aus der Pfanne.

Zur Rezeptkarte

Clara Hoffmann
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