Rinderrouladen klassisch – zart geschmort mit dunkler Soße

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Klassische Rinderrouladen in dunkler Bratensoße mit saftiger Füllung
Hausmannskost · Klassiker

Rinderrouladen klassisch – zart geschmort mit dunkler Soße

Mit Senf, Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke gefüllt und langsam geschmort: ein deutscher Klassiker mit besonders aromatischer Soße.

Von Clara Hoffmann
Klassische deutsche Küche mit verlässlichen Schritten · Cheflet.com
30 Min.Vorbereitung
150 Min.Schmorzeit
4Portionen
MittelSchwierigkeit

Die schnelle Antwort

Für klassische Rinderrouladen bestreichst du dünne Rindfleischscheiben mit Senf, belegst sie mit Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke, rollst sie straff auf und brätst sie kräftig an. Danach baust du mit Schmorgemüse, Tomatenmark und Brühe eine dunkle Soße auf und lässt die Rouladen bei niedriger Hitze etwa zwei bis zweieinhalb Stunden sanft schmoren.

Rinderrouladen klassisch sind für viele ein echtes Sonntagsessen: dünn geschnittenes Rindfleisch, kräftiger Senf, Speck, Zwiebeln und Gewürzgurken werden fest eingerollt und anschließend langsam in einer dunklen, aromatischen Soße geschmort. Das Gericht braucht etwas Zeit, ist aber technisch unkompliziert. Entscheidend sind vor allem gutes Fleisch, eine saubere Wickeltechnik und genügend Ruhe beim Schmoren. Dann werden die Rouladen zart, die Füllung bleibt saftig und die Soße bekommt genau den tiefen Geschmack, den man von klassischer deutscher Hausmannskost erwartet.

Für dieses Rezept verwende ich vier große Rinderrouladen aus der Oberschale oder Keule. Ideal sind Stücke von etwa 180 bis 220 Gramm pro Person, die bereits vom Metzger dünn aufgeschnitten wurden. Das Fleisch sollte gleichmäßig dünn, aber nicht löchrig sein. Zu dicke Scheiben brauchen deutlich länger, bis sie weich werden; zu dünne Stücke können beim Rollen reißen. Wenn einzelne Stellen etwas kräftiger sind, kannst du sie zwischen zwei Bögen Backpapier vorsichtig mit einem Fleischklopfer oder einer schweren Pfanne flach klopfen.

Die klassische Füllung ist bewusst einfach. Pro Roulade brauchst du ungefähr einen Teelöffel mittelscharfen Senf, ein bis zwei dünne Scheiben Frühstücksspeck, einige feine Zwiebelstreifen und eine längs geviertelte Gewürzgurke. Dazu kommen Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Manche Familien geben zusätzlich etwas Petersilie oder ein kleines Stück Möhre in die Füllung. Für die klassische Version lasse ich es bei Senf, Speck, Zwiebel und Gurke, weil diese Kombination kräftig genug ist und später auch die Soße aromatisiert.

„Wenn eine Roulade nach zwei Stunden noch zäh ist, braucht sie meistens mehr Zeit und nicht mehr Hitze.“

— Clara Hoffmann

Für vier Portionen benötigst du insgesamt vier Rinderrouladen, vier Teelöffel mittelscharfen Senf, sechs bis acht dünne Scheiben Speck, zwei mittelgroße Zwiebeln, vier Gewürzgurken, Salz und schwarzen Pfeffer. Zum Anbraten eignen sich zwei Esslöffel Butterschmalz oder neutrales Öl. Für die Soße kommen eine Möhre, etwa 100 Gramm Knollensellerie, ein kleines Stück Lauch, ein Esslöffel Tomatenmark, ungefähr 500 Milliliter kräftige Rinderbrühe und nach Wunsch 150 Milliliter trockener Rotwein dazu. Wer ohne Alkohol kochen möchte, ersetzt den Wein einfach durch zusätzliche Brühe. Zwei Lorbeerblätter und einige Pfefferkörner runden den Schmorfond ab.

Warum wird die Soße bei Rinderrouladen so aromatisch? Der Geschmack entsteht nicht durch Sahne oder viele Gewürze, sondern durch Röstaromen. Das beginnt beim kräftigen Anbraten der Rouladen und setzt sich beim Gemüse und Tomatenmark fort. Wenn der Bratensatz anschließend mit Flüssigkeit gelöst wird und alles lange schmort, verbinden sich Fleischsaft, Gemüse, Senf und Speck zu einer konzentrierten Soße. Deshalb lohnt es sich, beim Anbraten etwas Geduld zu haben und die Rouladen nicht nur blass zu garen.

Warum du klassische Rinderrouladen lieben wirst

  • klassische Füllung aus Senf, Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke
  • kräftige Röstaromen statt schwerer Sahnesoße
  • perfekt zum Vorbereiten für Gäste und Sonntagsessen
  • mit oder ohne Rotwein problemlos möglich
  • Die Soße entsteht aus echten Röstaromen und Schmorfond.
  • Das Gericht lässt sich sehr gut am Vortag vorbereiten.
Zutaten für klassische Rinderrouladen mit Rindfleisch Senf Speck Zwiebeln Gewürzgurken Gemüse und Brühe
Rindfleisch, Senf, Speck, Zwiebeln und Gewürzgurke bilden die klassische Füllung; Schmorgemüse und Brühe sorgen für die kräftige dunkle Soße.

Zutaten für Rinderrouladen klassisch

Für die Rouladen

  • 4 große Rinderrouladen (je ca. 180–220 g)
  • 4 TL mittelscharfer Senf
  • 6–8 dünne Scheiben Speck
  • 1 Zwiebel, in feinen Streifen
  • 4 Gewürzgurken, längs geviertelt
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl

Für die dunkle Soße

  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • ca. 100 g Knollensellerie
  • 1 kleines Stück Lauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 150 ml trockener Rotwein, optional
  • 2 Lorbeerblätter
  • einige Pfefferkörner

Tipp: Ohne Rotwein verwendest du einfach zusätzliche Rinderbrühe. Die kräftige Farbe kommt vor allem vom Anbraten und vom gerösteten Gemüse.

Zum Binden eignen sich Rouladennadeln, kleine Metallspieße oder Küchengarn. Zahnstocher funktionieren ebenfalls, sind aber bei großen Rouladen etwas weniger stabil. Wichtig ist, dass du dir merkst, wie viele Nadeln oder Spieße du verwendet hast, damit später alles wieder entfernt wird. Küchengarn hält besonders zuverlässig und ist praktisch, wenn die Fleischscheiben unregelmäßig geformt sind.

Bevor du beginnst, bereitest du alle Zutaten vollständig vor. Schneide eine Zwiebel in sehr feine Streifen für die Füllung. Die zweite Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch werden grob gewürfelt und später für die Soße angeröstet. Viertle die Gewürzgurken längs. Stelle Senf, Speck, Salz, Pfeffer, Bindematerial und einen schweren Bräter bereit. Ein breiter Gusseisentopf oder ein schwerer Schmortopf eignet sich besonders gut, weil er die Hitze gleichmäßig hält.

Lege die Fleischscheiben nebeneinander auf ein großes Brett und tupfe sie trocken. Würze die Innenseite sparsam mit Salz und kräftig mit Pfeffer. Bestreiche jede Roulade dünn mit Senf. Lege Speck darauf, verteile Zwiebelstreifen und setze ein Gurkenviertel quer auf das untere Drittel. Die Seiten werden später leicht eingeschlagen, damit möglichst wenig Füllung austritt. Jetzt ist alles vorbereitet für das Rollen und Schmoren.

Welche Zutaten sind besonders wichtig?

Rouladenfleisch

Gleichmäßig dünne Scheiben aus der Rinderkeule lassen sich sauber rollen und werden beim langen, sanften Schmoren besonders zart.

Senf, Speck & Gurke

Diese drei Zutaten geben der Füllung Würze, Fett, Säure und den typischen Geschmack klassischer deutscher Rinderrouladen.

Schmorgemüse

Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch bilden zusammen mit Tomatenmark und Bratensatz die aromatische Basis der dunklen Soße.

Rinderrouladen auf einen Blick

InformationEmpfehlung
FleischRinderkeule, ca. 180–220 g pro Roulade
FüllungSenf, Speck, Zwiebeln, Gewürzgurke
AnbratenPortionsweise und rundherum kräftig
Schmoren2–2½ Stunden bei niedriger Hitze
BeilagenKlöße, Rotkohl, Kartoffelpüree oder Spätzle

Rinderrouladen Schritt für Schritt zubereiten

Rinderroulade wird mit Senf Speck Zwiebeln und Gewürzgurke gefüllt und aufgerollt
Die Seiten einschlagen, die Roulade straff aufrollen und gut fixieren – so bleibt die Füllung beim Anbraten und Schmoren an ihrem Platz.

Rouladen sauber rollen

Klappe zuerst die beiden langen Seiten jeder Fleischscheibe etwa ein bis zwei Zentimeter nach innen. Rolle das Fleisch anschließend von der gefüllten kurzen Seite her möglichst straff auf. Die Rolle soll kompakt sein, aber nicht so stark zusammengedrückt werden, dass die Füllung herausquillt. Fixiere jede Roulade mit Küchengarn, Rouladennadeln oder Spießen.

Fleisch kräftig anbraten

Erhitze Butterschmalz in einem schweren Bräter. Brate die Rouladen portionsweise rundherum kräftig braun an. Gib nicht alle Stücke gleichzeitig in einen kleinen Topf, sonst fällt die Temperatur zu stark ab und das Fleisch beginnt eher zu kochen als zu rösten. Plane für jede Seite einige Minuten ein. Nimm die gebräunten Rouladen anschließend aus dem Topf und stelle sie kurz beiseite.

Schmorgemüse rösten

Gib Zwiebel, Möhre, Sellerie und Lauch in denselben Bräter. Röste das Gemüse bei mittlerer bis kräftiger Hitze, bis es deutlich Farbe angenommen hat. Der dunkle Bratensatz am Topfboden ist erwünscht, solange er nicht schwarz wird. Füge das Tomatenmark hinzu und röste es ungefähr eine Minute mit. Dadurch verliert es seine rohe Säure und entwickelt mehr Tiefe.

Bratensatz lösen

Wenn du Rotwein verwendest, gieße zunächst einen kleinen Teil davon an und kratze den Bratensatz mit einem Holzlöffel vom Boden. Lasse die Flüssigkeit fast vollständig einkochen und wiederhole das ein- bis zweimal. Ohne Wein funktioniert dasselbe mit etwas Brühe. Dieses schrittweise Ablöschen verstärkt die Röstaromen und sorgt später für eine dunklere Soße.

Rouladen schmoren

Lege die angebratenen Rouladen zurück in den Bräter. Gieße die restliche Brühe und gegebenenfalls den restlichen Wein an. Die Rouladen müssen nicht vollständig bedeckt sein; ungefähr zwei Drittel der Höhe reichen. Gib Lorbeer und Pfefferkörner dazu. Bringe alles einmal kurz zum Köcheln, decke den Bräter ab und reduziere die Hitze.

Langsam garen

Auf dem Herd schmoren die Rouladen bei sehr kleiner Hitze ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden. Im Backofen funktioniert es bei etwa 160 Grad Ober-/Unterhitze ebenfalls sehr zuverlässig. Die Flüssigkeit soll nur sanft simmern. Drehe die Rouladen nach ungefähr einer Stunde einmal um und prüfe, ob noch genug Flüssigkeit im Topf ist. Falls nötig, gieße etwas heiße Brühe nach.

Gargrad prüfen

Eine fertige Rinderroulade lässt sich mit einer Fleischgabel oder einem kleinen Messer leicht einstechen. Sie sollte weich sein und beim Anschneiden nicht zäh wirken. Wenn das Fleisch nach zwei Stunden noch fest ist, braucht es meistens einfach mehr Zeit. Schmorgerichte werden nicht durch höhere Hitze schneller zart. Im Gegenteil: Zu starkes Kochen kann die Fasern trocken wirken lassen, bevor das Bindegewebe ausreichend weich geworden ist.

Rouladen ruhen lassen

Nimm die fertigen Rouladen vorsichtig aus dem Bräter und halte sie abgedeckt warm. Entferne jetzt Küchengarn, Nadeln oder Spieße. Dabei bleibt die Form erhalten, weil das Fleisch nach dem Schmoren bereits stabil zusammenhält.

Soße fertigstellen

Entferne Lorbeerblätter und Pfefferkörner. Püriere das Schmorgemüse direkt in der Flüssigkeit für eine sämige, kräftige Soße oder gieße den Fond durch ein feines Sieb, wenn du eine glatte klassische Soße bevorzugst. Lasse die Soße anschließend einige Minuten offen einkochen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Abschmecken kannst du mit Salz, Pfeffer und, falls nötig, einem kleinen Teelöffel Senf.

Servieren

Lege die Rouladen zurück in die fertige Soße und erwärme sie noch einmal zwei bis drei Minuten. Schneide sie erst am Tisch oder direkt auf dem Teller an, damit möglichst wenig Saft verloren geht. Serviere reichlich Soße dazu.

Nahaufnahme einer angeschnittenen Rinderroulade mit klassischer Füllung in dunkler Soße
Nach dem langen Schmoren ist das Fleisch weich, die Füllung saftig und die Soße kräftig und konzentriert.

Claras Tipps für zarte Rouladen und dunkle Soße

Geduld beim Schmoren

Die häufigste Ursache für zähe Rouladen ist eine zu kurze Schmorzeit. Rindfleisch aus der Keule braucht Zeit, bis das kollagenreiche Gewebe weich wird. Wenn die Roulade noch zäh ist, ist sie meist nicht „zu lange“, sondern noch nicht lange genug gegart. Eine zweite Fehlerquelle ist zu hohe Hitze. Die Soße soll nur sanft köcheln. Starkes Sprudeln verdampft Flüssigkeit zu schnell und lässt das Fleisch unruhig garen.

Topf nicht überfüllen

Auch beim Anbraten gibt es einen typischen Fehler: Wird der Topf überfüllt, bildet sich kaum Röstaroma. Brate lieber in zwei Durchgängen. Trockne das Fleisch vorher ab und gib erst dann Salz, Pfeffer und Füllung darauf. So bräunt die Außenseite besser. Wenn der Bratensatz sehr dunkel wird, reduziere rechtzeitig die Hitze, damit die Soße später nicht bitter schmeckt.

Soße abrunden

Für eine besonders runde Soße kannst du gegen Ende einen kleinen kalten Butterwürfel einrühren. Das ist optional und nicht nötig, wenn das Gemüse fein püriert wurde. Sahne gehört für mich nicht in eine klassische Rouladensoße, weil sie die kräftigen Röstaromen unnötig abmildert.

Claras Tipp: Eine Roulade wird nicht durch mehr Hitze schneller zart. Wenn sie noch fest ist, gib ihr bei niedriger Temperatur einfach etwas mehr Zeit.

Typische Fehler und einfache Lösungen

Rouladen bleiben zäh: Meist war die Schmorzeit zu kurz. Weiter sanft garen, statt die Hitze stark zu erhöhen.
Kaum Röstaromen: Der Topf war zu voll. Brate die Rouladen lieber in zwei Durchgängen kräftig an.
Soße wird bitter: Gemüse oder Tomatenmark waren zu dunkel. Rösten ja, verbrennen nein.
Füllung tritt aus: Seiten vor dem Rollen einschlagen und die Rouladen mit Garn oder Nadeln sicher fixieren.

Drei klassische Varianten

Ohne Rotwein

Ohne Rotwein gelingt das Rezept genauso. Verwende dann einfach 150 Milliliter zusätzliche Rinderbrühe. Ein kleiner Spritzer dunkler Traubensaft kann bei Bedarf etwas Fruchtigkeit bringen, ist aber nicht notwendig. Entscheidend für die Soße sind das kräftige Anbraten, das geröstete Gemüse und ausreichend Schmorzeit, nicht der Alkohol.

Weniger Speck

Verwende pro Roulade nur eine dünne Scheibe Speck und etwas mehr Zwiebel. So bleibt die Füllung klassisch, aber etwas leichter.

Familienvariante

Varianten gibt es viele. Manche Familien bestreichen das Fleisch zusätzlich mit etwas Tomatenmark, andere geben fein gewürfelten Sellerie oder Möhre in die Füllung. In Norddeutschland findet man gelegentlich Varianten mit zusätzlicher Petersilie, in anderen Regionen werden die Gurken weggelassen. Die Basis aus Senf, Zwiebeln und Speck bleibt aber besonders verbreitet. Wenn du Speck reduzieren möchtest, kannst du pro Roulade nur eine dünne Scheibe verwenden und dafür etwas mehr Zwiebel nehmen.

Was passt zu klassischen Rinderrouladen?

Was passt zu klassischen Rinderrouladen? Besonders typisch sind Kartoffelklöße oder Semmelknödel, Rotkohl und viel dunkle Soße. Auch Kartoffelpüree, Salzkartoffeln oder Spätzle funktionieren hervorragend. Wenn du es etwas leichter möchtest, serviere gedünstete grüne Bohnen oder einen einfachen Feldsalat dazu. Für ein vollständiges Sonntagsessen sind Rouladen mit Rotkohl und Klößen jedoch kaum zu übertreffen.

Wenn du weitere herzhafte Klassiker suchst, probiere Omas beste Frikadellen, die knusprigen Bratkartoffeln oder die Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch.

Vorbereiten, aufbewahren und einfrieren

Rinderrouladen lassen sich hervorragend vorbereiten. Du kannst sie bereits am Vortag komplett schmoren und anschließend in der Soße abkühlen lassen. Im Kühlschrank ziehen sie über Nacht sogar noch etwas durch. Am nächsten Tag werden sie langsam im geschlossenen Topf erhitzt. Dabei eventuell einen kleinen Schuss Brühe ergänzen, falls die Soße sehr dick geworden ist. Für Gäste ist das ideal, weil am eigentlichen Essenstag kaum noch Arbeit anfällt.

Auch das Rollen selbst kann vorbereitet werden. Gefüllte, noch rohe Rouladen können einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank liegen. Wegen des rohen Fleisches sollten sie jedoch gut gekühlt bleiben und möglichst noch am selben Tag geschmort werden. Nimm sie etwa 15 Minuten vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank, damit sie nicht eiskalt in den heißen Bräter kommen.

Kann man Rinderrouladen einfrieren? Ja. Lass Fleisch und Soße vollständig abkühlen und friere die Rouladen am besten portionsweise zusammen mit reichlich Soße ein. So trocknen sie beim späteren Erwärmen weniger aus. Im Tiefkühler halten sie sich ungefähr zwei bis drei Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen, bis die Rouladen vollständig heiß sind.

Im Kühlschrank halten vollständig gegarte Rinderrouladen gut verschlossen ungefähr zwei Tage. Achte darauf, sie nach dem Essen nicht lange bei Raumtemperatur stehen zu lassen. Reste sollten zügig heruntergekühlt und später gründlich erhitzt werden. Allgemeine Hinweise zum hygienischen Umgang mit Lebensmitteln und zum sicheren Aufbewahren bietet das Bundeszentrum für Ernährung.

Klassische Rinderrouladen sind kein schnelles Feierabendgericht, aber genau das macht ihren Reiz aus. Die eigentliche Arbeit ist nach dem Rollen und Anbraten fast erledigt; danach übernimmt die Zeit. Wenn du das Fleisch kräftig anröstest, die Soße sauber aufbaust und langsam genug schmorst, bekommst du zarte Rouladen und eine dunkle, intensive Soße, die ganz ohne komplizierte Tricks gelingt.

Rezeptkarte

Rinderrouladen klassisch

Zart geschmorte Rinderrouladen mit Senf, Speck, Zwiebeln, Gewürzgurke und kräftiger dunkler Soße.

Rezept von Clara Hoffmann · Cheflet.com
Vorbereitung
30 Min.
Schmoren
150 Min.
Gesamt
ca. 3 Std.
Menge
4 Portionen
Schwierigkeit
Mittel

Zutaten

  • 4 große Rinderrouladen (je ca. 180–220 g)
  • 4 TL mittelscharfer Senf
  • 6–8 dünne Scheiben Speck
  • 1 Zwiebel, in feinen Streifen
  • 4 Gewürzgurken, längs geviertelt
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Möhre
  • ca. 100 g Knollensellerie
  • 1 kleines Stück Lauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 150 ml trockener Rotwein, optional
  • 2 Lorbeerblätter
  • einige Pfefferkörner

Zubereitung

  1. Fleisch würzen, mit Senf bestreichen und mit Speck, Zwiebel und Gurke füllen.
  2. Seiten einschlagen, straff rollen und sicher fixieren.
  3. Rouladen portionsweise rundherum kräftig anbraten.
  4. Schmorgemüse und Tomatenmark dunkel anrösten und Bratensatz ablösen.
  5. Brühe und optional Rotwein angießen, Rouladen zurücklegen.
  6. Bei niedriger Hitze zwei bis zweieinhalb Stunden sanft schmoren.
  7. Rouladen herausnehmen, Soße pürieren oder passieren und abschmecken.
  8. Rouladen in der Soße kurz erwärmen und mit klassischen Beilagen servieren.
Wichtig: Vor dem Servieren Küchengarn, Nadeln oder Spieße vollständig entfernen.

FAQ zu klassischen Rinderrouladen

Welches Fleisch eignet sich für Rinderrouladen?

Klassisch werden dünne Scheiben aus der Rinderkeule verwendet, häufig aus Ober- oder Unterschale. Sie sollten groß genug zum Rollen und möglichst gleichmäßig dünn geschnitten sein.

Wie lange müssen Rinderrouladen schmoren?

Rechne mit ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden bei niedriger Hitze. Entscheidend ist der Gargrad: Das Fleisch muss sich leicht einstechen lassen und weich sein.

Warum werden meine Rouladen zäh?

Meist waren sie noch nicht lange genug im Schmortopf oder die Hitze war zu hoch. Niedrige, gleichmäßige Hitze und ausreichend Zeit sind der Schlüssel.

Kann ich Rouladen ohne Speck machen?

Ja. Die Füllung funktioniert auch mit Senf, Zwiebeln und Gurke. Der Speck bringt allerdings zusätzlich Fett, Salz und Raucharoma, deshalb solltest du die Füllung ohne Speck etwas kräftiger würzen.

Wie verhindere ich, dass die Rouladen aufgehen?

Schlage die Seiten leicht ein, rolle straff und sichere jede Roulade mit Küchengarn oder Rouladennadeln. Beim Anbraten zuerst die Nahtseite nach unten legen.

Kann ich die Soße schon am Vortag machen?

Ja. Das gesamte Gericht eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Nach einer Nacht in der Soße schmecken Rouladen oft sogar noch aromatischer.

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Quelle und Küchenpraxis

Für allgemeine Hinweise zum sicheren Umgang mit Lebensmitteln und zur Küchenhygiene kannst du die Informationen des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) nutzen.

Schmore deine klassischen Rinderrouladen

Plane genug Zeit ein, brate die Rouladen kräftig an und lass sie anschließend ganz in Ruhe weich schmoren.

Zur Rezeptkarte

Clara Hoffmann
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